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Britta Erlemann: Freie Journalistin / Arbeitsproben

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Mathematische Studiengänge leiden unter Studentenmangel

Hochschule/Wissenschaft (dpa-Gespräch)

   Kassel (dpa/lhe) - Trotz "ausgezeichneter Berufsaussichten" fehlen der Mathematik in Deutschland die Studierende. Obwohl die Fachleute dringend gesucht werden, hätten die Universitäten Mühe, ihre mathematischen Studiengängen auszulasten, sagte der Professor der Mathematik an der Universität Kassel, Wolfram Koepf, in einem dpa-Gespräch. "Das Schulfach gilt als wenig beliebt", sagte Koepf. Dabei würden Mathematiker dringend gesucht, konkret bei Versicherungen, Banken, der Softwareindustrie und auch im Gymnasial-Lehramt.

   "Der Stellenwert der Mathematik in der heutigen Gesellschaft ist recht hoch, ohne dass das der einzelne Bürger immer so weiß", denn die Mathematik wirke hinter den Kulissen, so der Wissenschaftler. "Kein Satellit, kein Handy, kein CD-Player funktioniert ohne Mathematik", erklärte er. Zum Beispiel müsse beim Online-Banking sichergestellt werden, dass die Passwörter nicht ausgelesen werden können. "Das Arbeitsgebiet aus der Mathematik, das sich mit der Verschlüsselung beschäftigt, ist die Kryptographie", sagte der Professor. Oder das Handy: Wenn das eine Verbindung zum nächsten Sendemasten aufbaue, suche es diesen auf der Basis von mathematischen Algorithmen.

   Außer durch Werbung sieht Koepf keine Möglichkeiten, Mathematik beliebter zu machen. "Wir können das Fach nicht einfacher machen." Er hoffe auf das bundesweite Jahr der Mathematik 2008 und entsprechend breites Echo in den Medien zu seiner Wissenschaft. Das könne zu einem Imagegewinn beitragen und auf lange Sicht dazu, mehr Studierende zu gewinnen. Durch Studiengebühren und Bachelor- und Masterstudiengänge werde die Bildung aber auch erschwert: "Ich verbringe ein Drittel meiner Arbeitszeit damit, die Vorgaben der Politik umzusetzen."

   Laut Koepf liegt die Zukunft seines Fachs in der anwendungsorientierten Forschung. Bereits jetzt kämen Anträge auf Forschungsgelder dafür leichter durch als für Grundlagenforschung. "Die Grundlagenforschung darf aber auch in Zukunft nicht zu kurz kommen", betonte der Mathematiker und nannte unterstreichend das Beispiel, dass die modernen Verschlüsselungsmethoden, die im Internet angewendet werden, auf älterer Grundlagenforschung basiere.

 

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