Deprecated: Function ereg_replace() is deprecated in /kunden/377288_35390/webseiten/erlemann/britta/php/detail.php on line 16

Deprecated: Function ereg_replace() is deprecated in /kunden/377288_35390/webseiten/erlemann/britta/php/detail.php on line 19
Britta Erlemann: Freie Journalistin / Arbeitsproben

Freie Journalistin
Print, Radio, TV

« zurück zur Übersicht der Arbeitsproben

Einfach höllisch

Das Musikkabarett "Die Pömps"

Authentisch, ausdrucksstark und spielfreudig schmoren sie als ganz eigene Charaktere Frieda, Adelheid und Sonja in der Hölle - Margot Hainzl, Jutta Gerling-Haist und Brigitte Wilke vom Musikkabarett Pömps am Klavier begleitet von Michael Wagner. Ihr neues Programm "Küss die Hand" - eine Höllenrevue mit himmlischen Liedern und Chansons von Georg Kreisler, Franz Schubert über Otto Reuter bis Georgette Dee, hatte Ende Februar Premiere. Kurzweilig und mit einer guten Prise schwarzen Humors beschäftigen sie sich mit starken Stimmen singend und in pfiffigen bis bösen Dialogen mit der Liebe und ihren Rachegelüsten. Und zwar dem gegenüber, der dafür verantwortlich ist, dass sie tot sind - der Ex-Liebhaber, verkörpert vom ebenfalls singenden Michael Wagner. Und der lebt noch… 

Was auf der Bühne so überzeugend wirkt, fühlt sich von innen für einen Teil der Pömps so an: Hainzl fühlt sich dort "super". Sie liebt es, Leute zum Lachen zu bringen. Auch Wilke (Stimmlage Alt) macht das Auftreten großen Spaß. "Erstaunlich war für mich, wie man selbst auf das Publikum reagiert. Da fühlt man sich manchmal nicht ganz so gut." Wenn man nicht so einen guten Tag habe oder einen Patzer auf der Bühne, sei das schon heftige Arbeit dann voll dabei zu sein und Fröhlichkeit rüber zu bringen.  Und Hainzl ergänzt: "Man wird immer auch mit sich selbst konfrontiert." Das ist für die drei Damen von Pömps allerdings nicht neu: Rund 85 Jahre Bühnenerfahrung bringen sie zusammen auf die "Bretter, die Welt bedeuten".

Als Pömps singen und schauspielern sie seit 2002 zusammen, damals noch begleitet von Pianist Dieter Schäfer. Der erste Auftritt mit einem kompletten Stück, der kabarettistischen Schlagerrevue "Frauen sind keine Engel" folgte Ende 2003 - mit Liedern aus den zwanziger bis vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Chansons aus den Jahren 1920 bis 1980 boten sie im zweiten Programm "alles liebe oder was" dar. Schlager aus den 50ern in dem Stück "Falsche Fuffziger". Und zuletzt entführten sie das Publikum unter dem Titel "wir sind wieder…wer? 60 Jahre Deutschland" auf eine musikalische Zeitreise durch sechs Jahrzehnte deutscher Geschichte. Die Texte für die Überleitungen zwischen den Titeln hat zumeist die Dramaturgin und Autorin Verena Joos verfasst. Die falschen Fuffziger haben die Pömps dagegen inhaltlich in Eigenregie entwickelt.  Regie führ(t)en  bislang Schauspielerin Verena Plangger und Michael Wilke. Dabei "sind die Ideen (für Rahmen und Grundaufbau, d.A.) , die Lieder, wie das Stück heißen soll, immer von uns", erklärt die gelernte Betriebswirtin Brigitte Wilke. Und Gerling-Haist resümiert: "Nach gut acht Jahren haben wir weiterhin Spaß, miteinander zu arbeiten und sind dankbar uns zu haben." Das Wertvolle an ihren Beziehungen zueinander sei, dass sie sich gegenseitig achten und Kritik annehmen können. Im Hintergrund wirkt außer den Genannten auch Managerin Petra Spengler-Wendt sowie Lebenspartner, Ehemänner und Familienangehörige am Erfolg der Pömps mit. Die treten meist in bis zu 150 Kilometern Umkreis von Kassel auf.

Der Name "Pömps" hat übrigens nach eigenen Angaben keinen tieferen Sinn. Bei dem Namen habe es beim Brainstorming einfach gefunkt (Hainzl). Allerdings traten die Damen anfangs immer in Pumps auf: in pink, grün und rot. Das wurde zum Markenzeichen. Vielleicht lässt sich von diesem "weiblichen" Accessoire auch eine Verbindung ziehen zum Inhalt der Programme, denn "es sind schon Frauenthemen, die uns am Herzen liegen", sagt Hainzl. Und für das aktuelle Stück ist eine Botschaft: "Egal in welchem Alter, man kann sich immer schön machen und Spaß haben." Sowas wie sexy aussehen habe kein Limit. Insgesamt ist der Crew der Humor, das Augenzwinkern, aber auch der Tiefsinn ganz wichtig. Und die drei freuen sich, wenn sich Menschen aus dem Publikum hinterher für den schönen Abend bedanken. So berichtet Gerling-Haist von Auftritten in Altenheimen, bei denen die Bewohnerinnen und Bewohner glänzende Augen bekommen haben, weil sie sich an ihre Jugend erinnert fühlten. "Da gehe ich oder gehen wir immer sehr glücklich raus."

Damit es soweit kommt, probt die Musikkabarettgruppe zwei Mal die Woche, in heißen Phasen vier Mal. Hainzl und Gerling-Haist sind auch außerhalb der Pömps musikalisch unterwegs. So arbeitet die ausgebildete Mezzosopranin Gerling-Haist seit vielen Jahren als Musiklehrerin und singt im Extrachor des Staatstheaters. Und der "glockenklare Sopran" (Hainzl über Hainzl) unterrichtet ebenfalls Musik und singt in diversen Bands. Pianist Wagner unterrichtet ebenfalls Musik, entwickelt und betreut musikalische Software und Datenbanken, tritt solo auf und als Teil der kammeroper kassel.

Info: www.poemps.com

Eingestellt 4/11  

 

« zurück zur Übersicht der Arbeitsproben

» Porträtwerkstatt / Public Relations