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Britta Erlemann: Freie Journalistin / Arbeitsproben

Freie Journalistin
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Agathe ermächtigt!

Ein Stadtteilzentrum im Kasseler Osten

Während das Thema Burn-Out breit durch die Medien geistert, und damit das Thema seelische Gesundheit erzählt Marianne Bednorz vom Stadtteilzentrum Agathof, was gerade alte Menschen brauchen, um physisch wie psychisch gesund zu bleiben: "Soziales Eingebundensein und eine Aufgabe. Beides können wir hier bieten." - Groß ist die Palette dessen, was ältere und auch jüngere Menschen in der umgangssprachlich liebevoll "Agathe" genannten Einrichtung tun können: Vom Gedächtnistraining und Wassergymnastik über Yoga und PC-Kurse bis zum Erfinderclub INNOTECH. 65 verschiedene Gruppen beherbergt dieser gewachsene Ort in der Woche, statistisch macht das 550 Nutzungen. Dabei kommen viele Menschen mehrmals. All das stemmen eine ganze und eine halbe Stelle, 15 Honorarkräfte und zahlreiche ehrenamtlich Mitarbeitende.

Kürzlich ist die "Agathe" 20 Jahre alt geworden. "Mein Auftrag von der Stadt Kassel ist, präventiv zu arbeiten", erklärt Leiterin Bednorz. Älter werdende Menschen sollen so begleitet werden, dass sie gesund bleiben. Am Anfang stand ein Konzept von Planerin für Altenarbeit bei der Stadt Kassel, Angelika Trilling. Danach spart die Kommune Geld, wenn sie in Menschen investiert, bevor sie ins Pflegeheim kommen - indem sie Orte schafft, an dem Ältere anderen begegnen können und sich zugehörig fühlen. Ein entsprechender Beschluss der Stadtverordnetenversammlung folgte. Und das rechnet sich: "Wenn sechs Pflegefälle vermieden werden, sind alle unsere Kosten für ein Jahr bezahlt", weiß die Zentrums-Leiterin.

Dafür arbeitet sie nach der Theorie der soziokulturellen Animation aus den 70er, 80er Jahren. "Der zugrundeliegende Gedanke ist: Menschen möchten gestalten, mitbestimmen. Ihnen fehlt aber manchmal die Möglichkeit, sich auszudrücken" erläutert Bednorz. Daher versucht sie hier empathisch wahrzunehmen, welche Bedürfnisse die Menschen im Zuge ihres Älter-Werdens im Kasseler Osten haben und dazu beizutragen, das nach außen zu bringen. So holt sie Frauen und Männer als Gruppenleitung in das Zentrum, etwa für Siebdruck, so dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Plakate machen können. Zentrales Stichwort ist also "Ermächtigung". Ein wichtiges Standbein sei dabei, voneinander zu lernen, so die Diplom Sozialpädagogin. Auch wirkt die "Agathe" in den Kasseler Osten hinein, bespielt mit ihren Angeboten Schulen und Kirchen. In diesem Stadtgebiet möchte Bednorz mehr Vernetzung erreichen, die hier vorhandenen Ressourcen stärker nutzen. "In 20 Jahren werden wir Pflegenotstand haben. Wir werden uns auf der Nachbarschaftsebene gegenseitig stützen müssen!", betont die engagierte Leiterin.

Eingestellt 11/11

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