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Britta Erlemann: Freie Journalistin / Arbeitsproben

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Realistisch bleiben - Unmögliches versuchen

Firmenporträt SMA Technologie AG

Ein Teil des SMA-Gebäudes in Niestal
Ein Teil des SMA-Gebäude-Komplexes in Niestetal

Nicht nur sie fühlte sich bei der Firma SMA Technologie AG in Niestetal (bei Kassel) offensichtlich wohl: Zum Interviewtermin im späten Mai hatte es sich eine Ente mit ihren Jungen schon seit mehreren Tagen in einem Blumenkasten auf der Balustrade eines SMA-Gebäudes bequem gemacht. Die rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens scheinen sich bei ihrem Arbeitgeber ähnlich wohl zu fühlen. Denn aufgrund der Umfrage unter 250 von ihnen wurde SMA im Februar in dem bundesweiten Wettbewerb "Great Place to Work" (großartiger Ort, um zu arbeiten) mit dem zweiten Platz in der Kategorie der Unternehmen mit 501 bis 5000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezeichnet. Bei der SMA Technologie AG wurden 250 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen anonym in den Kategorien Fairness, Teamgeist, Glaubwürdigkeit, Stolz und Respekt zu ihrem Arbeitgeber befragt. Dabei hat SMA mit der Note 1+ für "Stolz" einen herausragenden Platz eingenommen. Hintergründe hierfür sind zum einen der Nutzen ihrer Produkte für die Umwelt aus dem Bereich Erneuerbare Energien (Systemtechnik für Solarstromanlagen) und die kooperative Unternehmensführung, die zu einer besonderen Identifikation der Belegschaft mit ihrem Unternehmen führt.

Denn SMA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in alle Informations- und Entscheidungsprozesse einbezogen - dies gelte ausdrücklich auch für etwaige Krisensituationen, betont Betriebsrätin Bärbel Berger. Die AG ist wirtschaftlich erfolgsverwöhnt: Die Ergebnisse übertreffen regelmäßig die Erwartungen. Die Türen des Vorstandes seien stets für alle offen, wenn es Probleme gebe, "die Menschen ziehen bei uns an einem Strang", so Berger.Flache Hierarchien sind deshalb angesagt:  Es gibt keinen reservierten Essbereich für den Vorstand, keine reservierten Parkplätze, und der Vorstand muss sich wie alle an das Rauchverbot halten. Zudem haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - und auch nur sie -  die Möglichkeit, in Form von Aktien Anteile am Unternehmen zu erwerben. "Das schafft eine sehr transparente und durchlässige Firmenphilosophie", resümiert Jörg Seebald, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die kooperative Unternehmensführung sei ein Grund für den Erfolg von SMA. Denn dass die überwiegende Zahl der Mitarbeitenden mit Spaß bei der Sache seien, bekäme letztlich auch die Kundschaft zu spüren.

Jüngst wurde die Firma  auch auf Europaebene für ihre soziales Engagement und eine Vielzahl karitativer Projekte überall auf der Welt ausgezeichnet. Unter den Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört SMA sogar zu den fünf besten Arbeitgebern. Die Solartechnik macht 80 bis 85 Prozent des Umsatzes aus. SMA sieht "die dezentrale, modulare Energietechnik als eine der Schlüsseltechnologien für eine umweltverträgliche und nachhaltige Energieversorgung" an - insbesondere auch für entlegene, netzferne Gebiete. Nicht zuletzt deshalb hat die Firma vor kurzem erneut einen Auftrag in China an Land gezogen. Sie soll dort Wechselrichter und Komponenten zur Anlagenüberwachung für die solare Energieversorgung in 98 Provinzdörfer liefern. In Europa und Nordamerika ist SMA der führende Hersteller für Wechselrichter. Die Firma hat in China, Nordamerika und Südkorea sowie Italien und Spanien Standorte. Entwicklung und Produktion erfolgen jedoch im Firmensitz Niestetal.

Dieses Jahr hat das Unternehmen 25-jähriges Jubiläum. Laut Sebald hätten sich die Firmengründer Günther Cramer, Peter Drews und Reiner Wettlaufer nie träumen lassen, dass ihre Firma mal so erfolgreich werden wird. Die ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiter des Professor Dr. Werner Kleinkauf an der Universität Kassel (ehemals Gesamthochschule), waren zuständig für systemtechnische Entwicklungen zur Regelung dezentraler Energieversorgungssysteme, insbesondere für große Windenergie- und Photovoltaikanlagen, bevor sie SMA aus der Universität heraus gründeten. Im vergangenen Jahr belief sich der Umsatz  der SMA auf 180 Millionen Euro. Auf der Basis eines Umsatzzuwachses von durchschnittlich 30 Prozent innerhalb der vergangen drei Jahre konnten etwa 300 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Motto des erfolgreichen Unternehmens: "Seien wir Realisten und versuchen das Unmögliche!" Britta Erlemann

Eingestellt: Januar `07

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