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Britta Erlemann: Freie Journalistin / Arbeitsproben

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Experte: Jugendgewalt nimmt entgegen öffentlichem Empfinden ab

Gesellschaft/Jugend/Kriminalität/ (dpa-Gespräch)

   Kassel (dpa/lhe) - Entgegen dem öffentlichen Empfinden geht die Jugendgewalt in Hessen und Deutschland nach Ansicht eines Experten zurück. "Durch spektakuläre Fälle hat man den Eindruck gewonnen, als habe die Jugendgewalt zugenommen", sagte der Frankfurter Psychoanalytiker Werner Bohleber der dpa. Statistisch gesehen gehe die Jugendgewalt jedoch seit 1998 zurück. Um der noch ausgeübten Gewalt zu begegnen "ist es wichtig, dass die Schule eine Sensibilität entwickelt, um Fehlentwicklungen von Schülern, die sich zurückziehen, entgegenzuwirken", sagt Bohleber. Um das zu vermeiden, müssten Lehrer und Mitschüler versuchen, mit solchen Jugendlichen wieder ins Gespräch zu kommen.

   Um den laut Bohleber schwierig zu balancierenden Prozess des Heranwachsens zu stützen, sei es für Jugendliche wichtig, dass sie einen Platz in der Gesellschaft und Anerkennung fänden, sonst könne der junge Mensch entgleisen. Beim Herauslösen aus der Familie in diesem Alter hätten auch Gruppen von Gleichaltrigen eine seelische Haltefunktion. "Das Verhältnis zu den Eltern ist oft das schwierigste in der Adoleszenz, dem Heranwachsen. Oft haben Freunde, Sozialarbeiter oder Lehrer mehr Zugang", sagte der Psychoanalytiker. Eindeutig übten Jungen mehr physische Gewalt aus als Mädchen: "Das hat mit bestimmten Bildern und mit Sozialisation zu tun." Mädchen richteten Aggressionen eher nach innen und würden depressiv, Jungen eher nach außen. Mädchen seien oft auf subtilerem Wege nach außen aggressiv.

   Zum Phänomen Jungengewalt sagte der Psychoanalytiker: "Der Körper ist jetzt ein erwachsener Körper, wo Männlichkeitsideale eine Rolle spielen und in Gruppenzusammenhängen die Schaffung von Macht und Ansehen." Bei gewalttätigen Jugendlichen, die auffällig werden, könne man davon ausgehen, dass sie in ihrer Kindheit Gewalt erlitten hätten. Das heiße jedoch nicht, dass alle die in der Kindheit misshandelt wurden, später gewalttätig würden.

 

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