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Elterninitiative gestaltet Schul-Neubau

Freie Waldorfschule Kassel; Pressemitteilung 10/08

Eigeninitiative
Groß und Klein packt zu: Marieke Weynans (6. Klasse) und eine Waldorf-Mutter beim Verputzen.

Kassel. Mit großem Engagement machen rund 200 Eltern sowie eine handvoll Lehrkräfte und Kinder derzeit ehrenamtlich den Neubau der Freien Waldorfschule Kassel bezugsfertig: In rund 3300 Stunden Arbeitszeit bauen sie die Deckenverkleidung inklusive Akustikdämmmaterial für den Rohbau und lasieren die 15 Räume und Flure im zweiten Schritt. Noch vor Weinachten sollen hier die zweizügigen Klassen 5 bis 8 sowie eine vierte ihr neues Zuhause finden. Auch eine Werkstatt für Holz und drei Handarbeitsräume entstehen.

Seit dem 21. Juli treffen sich die Beteiligten jeweils an den Wochenenden zum Projekt "Eigenleistung". Von Anfang August bis Mitte September mussten noch einmal professionelle Handwerker ran. Seit dem sind die Mütter und Väter wieder wie gehabt mit Lust und Leidenschaft und je nach handwerklicher Neigung bei der Sache. So beschreibt jedenfalls Motivator, Koordinator und Logistiker in diesem Projekt, Jan Köster die Stimmung. Vorkenntnisse seien nicht nötig gewesen, sagt der Waldorfvater, der den Eltern das Projekt zuvor auf zahlreichen Elternabenden vorgestellt hat. "Wer allerdings Know How hat, reicht es an die anderen Eltern weiter."

Häufige Rückmeldung, die er von den Eltern bekommen hat: Es sei spannend, in den kleinen Teams, beziehungsweise der Großgruppe zusammen zu arbeiten und neue Leute kennen zu lernen. Befriedigt habe die Beteiligten auch, gemeinsam etwas zu schaffen und am Ende des Tages auf das Tagwerk zu gucken. "Diese Eigenleistung hat die Privatschule bei den Kosten für den Neubau von Anfang an mit einkalkuliert", weiß Köster. Denn das Gebäude werde in Teilen über das Schulgeld der Eltern finanziert. "Jede Reduzierung der Baukosten entlastet indirekt das Schulgeld und damit den Geldbeutel der Eltern", erläutert der Mann, der früher beruflich Baustellen betreut hat, den Hintergrund. Für ihren Einsatz werden außerdem alle beteiligten Eltern, Kinder und Lehrkräfte mit einer Medaille belohnt.

"Elternbeteiligung ist an der Waldorfschule ein Teil der Schulkultur. Das soziale Engagement ist schon einmalig, schafft man hier doch nicht nur für die eigenen Kinder, sondern auch für die nachfolgenden Schüler  die Vorraussetzungen für eine förderliche Lernsituation!", erklärt Peter Kröger vom Vorstand des Trägervereins. Besonders gegenüber konventionellen Schulen ist an dem Projekt auch das angewandte Farbkonzept. Nach Farbgestalter Heiner Nienhaus durchlaufen die‚ Kinder grundsätzlich in einer Waldorfschule die Farben des Regenbogens in den Hauptklassenräumen, beginnend in der Unterstufe mit den warmen, rötlichen Farben, über Gelb, Grün zu den blauen und kühleren Farben.

"Die Fachräume im Neubau erhalten vergleichsweise  eher tertiäre, "gebrochene" Farbtöne. Die Bewegungsflächen, Flure, Treppenhaus übernehmen in den Eingangsbereichen das Oxydorange der Fassaden, im Inneren im Wechsel mit vielfältigen Grünnuancen, sowie "Farbigen Graus" im Bodenbelag", beschreibt der Fachmann, der die Eltern anleitet. Eine besondere Qualität erhielten, so Nienhaus, die Farben durch den Auftrag in Lasurtechnik: Unterschiedliche Farbtöne, die sich in mehreren transparenten Schichten optisch mischen.

Die Freie Waldorfschule Kassel ist eine allgemein bildende Schule in freier Trägerschaft. Ihre Lehrerinnen und Lehrer arbeiten auf der Grundlage der von Rudolf Steiner entwickelten Waldorfpädagogik. Charakteristisch hierfür sind zum Beispiel die drei Säulen sachbezogener und wissenschaftlicher, kreativer und handwerklicher Unterricht. Das Angebot geht vom Kindergarten bis zu Abitur und Berufsausbildung.

Eingestellt: 10/08

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