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Dr. Prinz: "sehr effizient und spart Kosten"

Interdisziplinäre Behandlung in GNH-Kreisklinik Wolfhagen; Pressemitteilung 3/07

Porträtfoto Dr. Werner Prinz
Dr. Werner Prinz

Wolfhagen. Im Zuge der Gesundheitsreform wird immer wieder auch eine bessere Verzahnung von ambulanten und stationären Sektoren angemahnt. In der GNH-Kreisklinik Wolfhagen funktioniert dies beispielsweise bei Schmerzen unklarer Ursache schon seit zehn Jahren sehr gut. Die auf dem Gelände ansässigen Ärztinnen und Ärzte behandeln Hand in Hand, um dem Patienten oder der Patientin auf kurzem Wege schnell eine Diagnose stellen zu können und die Behandlung einzuleiten.

Dr. Werner Prinz, einer der drei Belegärzte der geburtshilflichen-gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses schildert einen fiktiven Fall als Beispiel: Die Patientin Erna Wagner kommt zu ihm mit unklaren Bauchbeschwerden. Als Frauenarzt kommen für ihn zum Beispiel in Frage: Eileiterentzündung, Eierstockzysten oder eine Bauchhöhlenschwangerschaft. Hat er die Patientin untersucht und stellt fest, dass keine frauenärztliche Diagnose vorliegt, die Beschwerden aber auf eine Blinddarmentzündung zurückzuführen sein könnten, schickt er sie zum Chirurgen Dr. Peter-Josef Frings im gleichen Haus. "Er untersucht Erna Wagner umgehend und veranlasst gegebenenfalls weitere diagnostische Maßnahmen wie Labor und Röntgenuntersuchung." Eine Röntgenuntersuchung sei besonders notwendig, wenn der Chirurg den Verdacht einer Wirbelsäulenerkrankung als Ursache der Schmerzen habe. Haben weder Frauenarzt noch Chirurg etwas gefunden, könnten die Beschwerden auch von Blase oder Nieren, etwa durch Nierensteine, ausgehen. Und so wird die Patientin gleich weitergeleitet in die urologische Praxis in der Kreisklinik.

Auf diese Weise können nach den Worten von Prinz die Ärztinnen und Ärzte des Krankenhauses mit kurzen Wegen für Patientinnen und Patienten alles abklären. Nicht jede Krankenhausambulanz habe die volle Ermächtigung, auf diese Weise zu behandeln. Oft müssten niedergelassene Fachärztinnen und -ärzte zwischengeschaltet werden, so dass Kranke von Praxis A nach Praxis B zum Krankenhaus C geschickt würden.

Die Chirurgische Ambulanz in der Kreisklinik Wolfhagen besitzt eine volle Ermächtigung, das heißt, alle niedergelassen Ärztinnen und Ärzte dürfen hierhin überweisen. Bei den übrigen Praxen in der Kreisklinik handelt es sich um reguläre Kassenarztsitze.

Als weitere Vorteile der engen Vernetzung nennt Dr. Prinz "maximal eine Laboruntersuchung, maximal eine Röntgenuntersuchung. Bei unklaren Schmerzen gibt es nach längsten einer Stunde eine Diagnose, so dass keine Krankheiten verschleppt werden." Damit sei die Arbeitsweise auf dem Gelände des Krankenhauses wie von der Gesundheitsreform gefordert, kostensparend und sehr effizient.

Mit der Zusammenarbeit untereinander hat der Mediziner gute Erfahrungen gemacht. So rufen sich die Kolleginnen und Kollegen an, wenn zum Beispiel Erna Wagner zur nächsten Untersuchung weitergeleitet wird, und erhalten hinterher selbstverständlich die Rückmeldung über die Ursache der Schmerzen. Die Resonanz der Patientinnen und Patienten sei sehr positiv. "Sie sind froh, wenn sie Beschwerden haben und zum Beispiel nur eine Treppe höher zum Urologen müssen", weiß Prinz.

Ansprechpartner alle Praxisinhaber in der Kreisklinik Wolfhagen, zum Beispiel Dr. Werner Prinz und Dr. Dirk Gumbel über 05692 /40700

Bild: Dr. Werner Prinz

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Die Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) ist ein Dienstleistungsverbund für die ambulante und stationäre Krankenversorgung sowie die Seniorenbetreuung. Mit sechs Krankenhäusern bietet die Holding nahezu das gesamte medizinische Leistungsspektrum und versorgt jährlich rund 65 000 stationäre Patientinnen und Patienten. Zentrale Einheit ist das Klinikum Kassel als größtes kommunales Krankenhaus Hessens, außerdem gehören zur Holding das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld in Kassel, die Kreiskliniken Kassel mit Standorten in Bad Karlshafen-Helmarshausen, Hofgeismar und Wolfhagen sowie das Krankenhaus Bad Arolsen. Das Angebotsspektrum wird durch zwei Reha-Zentren sowie durch die Seniorenwohnanlagen mit ambulantem Pflegedienst ergänzt. Mit rund 4800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und über 350 Ausbildungsplätzen gehört die GNH zu den großen Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben der Region.

 

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